
Daniel Libeskind, bekannt für seine dekonstruktive Architektur, wie zu sehen an Beispielen wie dem Jüdischen Museum in Berlin, dem Royal Ontario Museum in Toronto oder bei der Erweiterung des Denver Art Museum, um nur ein paar wenige Beispiele seiner Arbeit zu nennen, hat nun endlich auch sein erstes Privathaus vollendet. Die Deutsche Ausgabe des Architectural Digest portraitierte das Bauwerk in seiner kürzlich erschienenen Januarausgabe und bot interessante An- und Einblicke. Für ein befreundetes Paar aus der Kunstszene entwarf Daniel Libeskind ein äusserst spektakuläres Wochenendhaus in Connecticut, USA – welches den Namen 18.36.54. trägt. Dessen exzentrischer Name rekrutiert sich aus den spiralförmig angeordneten 18 Flächen, welche über 36 Punkte definiert und durch 54 Linen verbunden sind. Die Formsprache des Hauses ist Libeskind typisch und besticht durch Spitzen, Kanten, Verwerfungen, Falten und interessante Brüche und Einblicke. Ebenso kam die für Libeskind typische Blechverkleidung der Fassade zum Einsatz und verleiht dem 190m2 grossen Haus eine spezielle, reflektierende Note. Ein Architekturkritiker beschreib Libeskind’s neustes Bauwerk als „..eine unter Starkstrom stehende Seeschnecke…“. Jedoch kommt der Vergleich mit einem verzerrten Kristall oder einem „hyperaktiven Origami aus glänzendem Blech“ eher nahe. Der Entwurf für dieses Haus basiert auf dem Design des von Libeskind entworfenen Pavillons im Garten der Serpentine Gallery in London. Der Innenraum erinnert mich teilweise an die Einbauten in der von John Lautner entworfenen Goldstein Residence in den Hollywood Hills.
Ebenso interessant ist, dass die in diesem Bauwerk gezeigten Architekturmerkmale ein wesentlicher Bestandteil des Designs für The Villa - Libeskind Signature Series sind. Die The Villa - Libeskind Signature Series ist ein Villenprojekt, bei dem weltweit und exklusiv nur 30 Exemplare einer in „Fertigteilbauweise“ geplanten und von ihm entworfenen Villa gebaut werden sollen. Ein Prototyp dieser Villa wurde bereits in Deutschland errichtet und dient einem seiner Partner bei vielen Grossprojekten als Empfangs- und Repräsentationsgebäude. Die The Villa - Libeskind Signature Series ist bei weitem weniger spektakulär als das in Connecticut errichtete Gebäude, was aber auch dem Gedanken der relativ ökonomischen Erstellung in der angedachten Stückzahl geschuldet ist. Im Vergleich zu „normalen“ Einfamilienhäusern bzw. Villen sticht diese jedoch nach wie vor ins Auge und begeistert mit der für Libeskind typischen Formsprache. Wer ein Fan der Architektur Libeskind’s ist und gern das weltweit erste Exemplar errichten möchte, hat die Chance dieses Projekt auf einem wunderschön gelegenen Grundstück in Locarno mit Blick auf den Lago Maggiore zu realisieren. Dabei verbindet sich die Architektur mit der für das Tessin typischen Landschaft sowie Flora und Fauna. Betrachtet man den Innenausbau der Villa 18.36.54 so kann man ungefähr erahnen wie die Inneneinrichtung der The Villa - Libeskind Signature Series aussehen wird, denn Daniel Libeskind wird sich ebenso verantwortlich zeigen den markanten zentralen Küchenblock zu entwerfen. Alles in Allem kann man sagen, wer sich für dieses in Connecticut errichtete Haus begeistert, sollte die Möglichkeit in Betracht ziehen sich eines der The Villa - Libeskind Signature Series Objekte zu sichern und sich bauen zu lassen. Das Projekt im Tessin, welches das weltweit erste komplette Angebot samt Grundstück darstellt ist da wohl die beste Option. Gern gebe ich dem Interessierten nähere Auskunft über dieses einzigartige Villenprojekt.
Posted by:
Peter Rabitz


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