Das verlängerte Wochenende über Christie Himmelfahrt oder „Uffaart“ auf Schweizer Deutsch fuhren wir in die Toskana, um ein Projekt zu besichtigen. Die Toskana – weltweit berühmt für ihre hüglige Landschaft mit Zypressen, Pinien, Olivenbäumen und Weinreben – ist eine Region in Italien und grenzt im Norden an Ligurien and die Emilia-Romagna, im Osten an Marken und Umbrien sowie im Süden an Latium. Unser Ziel war die Chianti-Region zwischen Florenz und Siena, wo wir in einem sehr schönen Casale (ital. ursprünglich Bezeichnung für ein Haus oder eine Häusergruppe auf dem Land) nahe Mensano residierten. Mit einem wunderschönen Blick über die umliegende Landschaft mit dem Örtchen Casole d’Elsa am Horizont, wohnten wir in mitten der herrlichen Landschaft in unbeschreiblicher Ruhe, nur unterbrochen von dem zirpen der Grillen und verschiedenem Vogelzwitschern. Das Casale ist ein wunderschön umgebautes, ehemaliges Bauernhaus, welches den ursprünglichen Charme nicht verloren hat, trotz so moderner Einbauten wie einer Fussbodenheizung. Der Eigentümer rekonstruierte es unter enormen Auflagen und unter Berücksichtigung der Geschichte des Gebäudes und der Gegend sowie unter Verwendung originaler Baumaterialien. Bei dieser Qualität des Umbaus und der Hingebung bei Details und Erhaltung der einzigartigen
Besonderheiten, welche das Anwesen ausmacht, kann man gut erahnen wie die restlichen 5 Casali, welche noch als Ruinen im Gelände stehen, einmal aussehen werden.
Einen weiteren Vorgeschmack auf den Zustand nach deren Renovierung bekamen wir bei der Besichtigung bereits realisierter Objekte, die zu dem angrenzenden Development Castello di Casole gehören, einem 5 Sterne Luxushotel mit allen Annehmlichkeiten sowie einzelnen Casali, welche im Gesamten oder in Teilen erworben werden können. Der Mix aus traditioneller Architektur und modernen Inneneinrichtungselementen hatte mich am meisten begeistert. Grossartige Badezimmer und die Verwendung typischer sowie feinster Materialien machten diese Begeisterung aus.
Ebenfalls zu Beifallsstürmen hinreissen liess mich das sensationelle Essen, welches wir in Restaurants oder im Casale, wo wir wohnten, kredenzt bekamen. Ich hatte schon viel Gutes über die Qualität der Speisen gehört, aber was wir dann letztendlich serviert bekamen und gegessen haben übertraf dies um einiges. Schmackhafte Vorspeisen und super auf den Punkt gegarte Braten waren ein Schmaus für die Gaumen. Nicht zu vergessen die sehr schmackhaften Weine aus der Region, die weit weg von billigem Chianti waren.
Alles in allem war dies ein angenehmes „Arbeits“-Wochenende mit fantastischem Essen in einer sehr angenehmen Runde. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Trip in die Toskana – wann immer das auch sein wird.
Posted By:
Peter Rabitz








