Die Schweizer Südausläufer der Alpen im Tessin, sind geprägt von den beiden wunderschönen, romantischen Seen, dem Lago Maggiore sowie dem Lago di Lugano und einem sehr mediterran beeinflussten Klima. Diese Romantik sowie die herrschenden klimatischen Verhältnisse wirkten und wirken sich auch auf den hier vorherrschenden Baustil aus, welcher zudem auch noch von der italienischen Architektur und Kultur beeinflusst wurde und wird. Dieser mediterrane Stil - mit seinen grossen, überkragenden und Ziegel eingedeckten Dächern, den geschwungenen, in hellen Farbtönen gehaltenen Fassaden, Säulen betonter Porticos und den überdachten Aussensitzplätzen mit wunderschönen Pergola's - definiert auch exakt den von der breiten Masse gesuchten Baustil, wenn es um die Suche nach einer Ferienimmobilie, dem Altersruhesitz oder einem neuen Heim geht. Dennoch suchen mehr und mehr Menschen nach modernen Liegenschaften, deren Grundrisse besser an den heutigen Lebensstil angepasst und ebenso bestens auf die klimatischen Bedingungen abgestimmt wurden. Die Tessiner Architektur dürfte spätestens seit Botta und Snozzi vielen ein Begriff sein. Auch auf Grund der aussergewöhnlichen klimatischen und geografischen Verhältnisse war und ist das Tessin sehr beliebt bei Architekten, hier die Möglichkeit zu erhalten deren mitunter spektakulären Wohnprojekte umsetzen zu können. Nicht ohne Grund finden sich im Tessin auch seltene Villenprojekte von absoluten Stars der weltweiten Architekturszene wie Richard Neutra oder Marcel Breuer, die beide in der Gegend des Lago Maggiore Villen für deren Besitzer entworfen haben.
Zu den bekannteren Architekten der Gegenwart zählen unter anderem Michele Arnaboldi und Attilio Panzeri. Beide zeichnen sich durch eine eher geradlinige, geometrische Formensprache aus, in der rechte Winkel, grosse Flächen und quadratische, sowie rechteckige Flächen dominieren. Ebenso verwenden beide gern die Materialien Beton, Glas, Holz sowie hiesigen Naturstein und mixen diese gekonnt miteinander ohne dabei einem Material eine zu dominierende Rolle zukommen zu lassen. Die Robustheit eines Betons wird durch die Transparenz und Leichtigkeit des Glases immer wieder aufgehoben und die Wärme des Holzes bildet immer wieder einen guten Gegensatz zu der Rauheit und vermeintlichen Kälte des Betons. Dieses Zusammenspiel der hier beschriebenen Materialien lässt sich derzeit sehr gut bei einem von Michele Arnaboldis jüngsten Projekten nachvollziehen - der Residenza Al Gaggio. Diese neue Überbauung an den Hängen von Orselina, hoch über dem Lago Maggiore gelegen, und mit bester Aussicht auf den See, besticht durch eine klare Formensprache sowie die hauptsächlich strikte Verwendung von den oben genannten drei Materialien. Auf Grund der modernen Architektur und der damit in Verbindung stehenden Technologien wurde ein wahrlich grosszügiges Raumgefühl geschaffen, welches durch die voll-verglasten Fassaden noch verstärkt wird. Dabei wird die Verbindung von Natur und Wohnen noch mehr betont und sorgt für eine optimale Tageslichtausleuchtung der Wohnräume,
was wiederum zum Wohlgefühl beiträgt. In Michele Arnaboldis neustem Projekt - Residenza Sassello - ist seine Handschrift unübersehbar. Auf einem flachen Grundstück, in einem relativ urbanen Gefüge in der Gemeinde Minusio, hat er vier Stadtvillen - im Neu-Deutsch auch gern als Townhouses bezeichnet - geplant. Die bei diesem Projekt auffälligsten Gestaltungsmekrmale sind ein grosszügiges Gartengeschoss, welches den privaten Rückzugsort der Eigentümer beinhaltet. Vom Hauptschlafbereich hat man einen direkten Zugang zum vorgelagerten Garten. Diese "Courtyard" Situation sorgt zum einen für eine gewisse Intimität und zum anderen für Ruhe und Abgeschiedenheit. Ein weiteres Merkmal dieser modernen, architektonischen Liegenschaft sind die über dem Baukörper thronenden Hauptwohnbereiche, die sich auf der "Zugangs-/eingangsebene" befinden. Diese Bereiche bieten einen fantastischen Ausblick auf den See und werden durch einen sehr offenen Wohnraum definiert. Der Ausblick wird nicht durch störende, sichtbehindernde Wandelemente oder strukturell bedingte Fassadenelemente beeinträchtigt. Pure Architektur trifft puren Ausblick, denn das ist es was die meisten Kunden wünschen. Offenheit, Transparenz, Weitsicht - Eins sein mit der Umgebung!
Das Spiel mit Volumen und einer beschränkten Auswahl an Materialien wird auch von Attilio Panzeri beherrscht und erstklassig in seinen zahlreichen Villenprojekten umgesetzt. Er versteht es ausgezeichnet grosse Volumen so miteinander zu kombinieren, dass diese wiederum eine gewisse Leichtigkeit versprühen. Die dabei zur Verwendung kommenden Materialien wie Glas und Beton werden dabei so gekonnt eingesetzt, dass ein Gefühl der Geborgenheit, der Stärke, aber auch der Lässigkeit sowie Transparenz erzeugt wird. Dadurch wirken seine Bauten nicht so mächtig wie man bei Gebäuden aus Beton denken mag. Sein neustes Projekt ist eine in leichter L-Form gestaltete Villa, welche auf einem beeindruckenden Grundstück in Montagnola realisiert werden kann. Die in das geneigte Grundstück eingelassene Villa bietet dabei maximale Offenheit durch eine fast vollständig verglaste und dem See (Lago di Lugano) zugewandte Fassade. Viele seiner bereits realisierten Projekte beweisen, dass seine Bauten trotz der geradlinigen Formen und geometrischen Flächen dennoch eine gewisse Leichtigkeit des Seins aufweisen und wiederum das Zusammenspiel von Innen und Aussen brillant umsetzen. Nicht zuletzt ist es, wie so immer, eine Frage des persönlichen Geschmacks. Und wer moderne Architektur mag, der wird auch von den Bauten der beiden hier erwähnten Architekten angetan sein.
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Peter Rabitz



Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Sant’Abondio in Gentilino, wo auch Hugo und Emmy Ball begraben sind. Zu ihnen pflegte Hesse eine tiefe Freundschaft. In den Räumen des Torre Camuzzi liegt heute das weltbekannte „Museo Hermann Hesse“, das dem Schriftsteller und Nobelpreisträger gewidmet ist.





