Unter diesem Thema, „L’energia del luogo. Alla ricerca del genius loci” findet im Museo comunale d’arte moderna und der Casa Serodine, Ascona, sowie in der Ponacoteca comunale Casa Rusca und im Atelier Remo Rossi in Locarno eine sensationelle Ausstellung renommierter Künstler statt. Werke von Jean Arp, Raffael Benazzi, Julius Bissier, Ben Nicholson, Hans Richter, Mark Tobey und Italo Valenti nehmen die Besucher mit in ihre Welt. Fast alle dieser Künstler haben auch hier gelebt und gearbeitet. So hat Jean Arp, unter anderem Mitbegründer des Dadaismus und des „Cabaret Voltaires“ in Zürich, 1922 in Pura seine erste Frau, die Textilkünstlerin Sophie Täuber, geheiratet. Nach turbulenten Jahren auf der Flucht ließ er sich 1959 mit seiner zweiten Frau, Marguerit Hagenbach, in Locarno-Solduno nieder, wo er 1965 die Ehrenbürgerschaft erhielt. Locarno ehrte ihn mit der Gartenanlage an der Seepromenade, wo Kopien seiner Werke zu sehen sind. Arp ist auf dem Friedhof Locarno begraben. Mit ihm im Grab liegen seine erste Frau, Sophie Täuber, „die Frau auf der 50-Franken-Note“, und Marguerite Hagenbach. Julius Bissier: Seit 1956 hielt er sich alle Jahre in Ronco sopra Ascona auf, bis er 1961 festen Wohnsitz in Ascona nahm, wo sich auch heute sein Grab befindet. Er pflegte Freundschaft mit Arp und Nicholson, ein weiterer, weltbekannter Maler und Objektkünstler. Nicholson entwickelte sich zu einem der führenden englischen abstrakten Meister. Sein Schaffen orientierte sich an Pablo Picasso und dem Holländer Piet Mondrian. 1956 ließ er sich in Ascona und später in Brissago nieder. Als „Poesie, wie ich sie in meiner Malerei gerne finden würde“, beschrieb er den Ort, hoch über Brissago, wo er 1962 seine von ihm entworfene Villa mit Atelier erbaute.. Nicholson verband auch eine Freunschaft zum Kunstmaler Italo Valenti. Valenti – ebenfalls bekannt mit Jean Arp und Julius Bissier – zog 1952 nach Muralto und 1972 bis zu seinem Tode nach Ascona, wo er auch beerdigt ist. Er nahm mehrere Male an der Biennale in Venedig teil und hatte Einzel- und Gruppenausstellungen in ganz Europa und den USA. 1967 wandte er sich dem Kunstdruck zu.
Quelle: Museo Ascona , www.starck.ch
Posted By: Claudia Starck







